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Hilfe bekommen

Tipps, erste Schritte:

Du hast plötzlich auftretende, anhaltende Sehstörungen und vielleicht auch einen Tinnitus? Hier möchten wir dir gerne erklären, was du tun solltest. Denn nicht immer weisen Sehstörungen zwangsläufig auf das Visual-Snow-Syndrom hin.

Zunächst solltest du deinen Hausarzt aufsuchen und ihm deine Symptome erklären. Dieser wird verschiedene Tests durchführen und andere Erkrankungen ausschließen können. Wenn der Hausarzt keine Ursache für deine Beschwerden findet, solltest du um eine Überweisung zum Neurologen bitten. Wenn du Glück hast, kennt dein Neurologe Visual Snow bereits. Er wird wahrscheinlich trotzdem Tests wie ein VEP, ein EEG und ein MRT durchführen, um etwa einen Tumor oder MS ausschließen zu können.

Auch der Gang zum Augenarzt ist sinnvoll. Denn der Grund für ein Flimmern vor den Augen kann auch zum Beispiel in einer Netzhautablösung liegen. Diese sollte schnell behandelt werden.

Vielleicht hast du auch schon eine kleine Ärzte-Odyssee hinter dir und immer noch keine Antwort auf deine Symptome. In diesem Fall kannst du dich gerne bei uns melden, damit wir dir einen Arzt in deiner Nähe vermitteln können, der das Visual-Snow-Syndrom kennt. Leidest du tatsächlich am Visual-Snow-Syndrom, wird dieser es diagnostizieren können und dich über verschiedene Behandlungsmöglichkeiten aufklären.

 

Tipps für den Alltag:

Hier möchten wir die ein paar Tipps aus der Visual-Snow-Community vorstellen, die dir den Umgang mit dem Syndrom erleichtern. Es handelt sich dabei nicht um Heilmittel, sondern um kleine Alltagshelfer.

 

  • Getönte Brillen: Einige Betroffene haben Erleichterung durch getönte Brillen erfahren. Das Spektrum reicht dabei von grünen über orangen bis hin zu blauen Tönungen. Hier sollte man sich einfach ein wenig ausprobieren um herauszufinden, welche Tönung für einen selber am besten funktioniert. Das Spektrum reicht von günstigen Brillen aus dem Internet über spezielle Sonnenbrillen vom Optiker bis hin zu speziellen Migränebrillen, die aus den USA importiert werden müssen.
  • Meditation: Es gibt Hinweise darauf, dass regelmäßige Meditation einen positiven Einfluss auf Stresslevel im Körper hat. Dies kann einem den mentalen Umgang mit dem Visual-Snow-Syndrom erleichtern.
  • Gesunder Lebensstil: Eine ausgewogene Ernährung, genug Wasser zu trinken und zu schlafen, regelmäßig Sport zu treiben, sowie auf Tabak, Drogen und regelmäßigen Alkoholkonsum zu verzichten sind Dinge, die jeder von uns in seinen Alltag integrieren kann. Sie lindern vielleicht nicht zwangsläufig die Symptome, aber verbessern das allgemeine Wohlbefinden und erleichtern dadurch den Umgang mit Visual Snow.
  • Ablenkung: Je mehr man sich mit anderen Dingen als Visual Snow beschäftigt, desto weniger kommt man ins Grübeln. Dazu zählen alte Hobbys, die man schon seit Längerem vernachlässigt hat oder auch neue Hobbys, die man ausprobieren möchte. Sich mit der Familie und Freunden über andere Themen als Visual Snow auszutauschen, kann ebenfalls sehr hilfreich sein. Vielleicht möchtest du dir auch ein Haustier zulegen oder dich mehr auf deine Arbeit konzentrieren. Es ist völlig egal, womit du dich ablenkst – solange es dir Spaß macht und du merkst, dass es für dich funktioniert.
  • Dampf ablassen: Visual Snow kann einen manchmal ganz schön frustrieren. Dann ist es wichtig, dass man ein Ventil hat, um seinen Frust loszuwerden. Dies kann das Gespräch mit einem guten Freund sein, der ein offenes Ohr hat. Auch der Austausch in einer Selbsthilfegruppe kann sinnvoll sein. Wenn du daran Interesse hast, melde dich gerne bei uns, dann können wir dir eine Gruppe vermitteln. Vielleicht hilft dir aber auch die Verinnerlichung, dass es in der Regel nicht schlimmer wird und du von Visual Snow weder erblinden noch irreparablen Schaden erleiden kannst.